Ty and his Shaggy Cats
 

Eine Zusammenfassung über die Farbschläge

Vollfarben Black, Red

Schwarze Katzen haben von jeher den Argwohn der Menschen geweckt. Sie galten als Begleiter der Hexen, bringen angeblich Unglück, wenn sie auf die falsche Weise den Weg kreuzen, oder haben den bösen Blick. Einiges an Aberglauben hat sich aus den alten Zeiten noch gehalten – auf jeden Fall sind sie wunderschön. Bei der Farbe Schwarz ist das Haar bis zur Wurzel durchgefärbt. Nasenspiegel und Pfotenballen sind schwarz, die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold.

Als Fehler werden weiße Stichelhaare genannt oder eine Braunfärbung im Fell der erwachsenen Tiere, der sogenannte Rufismus. Er ist eine polygenetische Erscheinung, die sich hauptsächlich bei Katzen zeigt, die das Silber-Gen tragen, aber häufig auch bei Katzen mit schwarzem Fell vorkommt.Mein eigener Black-Smoke/White-Kater, dessen Silber-Gen für das Smoke verantwortlich ist, wird durch die Sommersonne im Freigehege jedes Jahr farblich zu einem Schokoladenplätzchen. Auch sollte keine Geisterzeichnung vorhanden sein, also eine Musterung, die man gut im Sonnenlicht sehen kann.

Rote Katzen gelten gemeinhin als etwas sonderlich – nun ja, meine Katzen haben alle ihre kleinen Macken ... Mein cremefarbener Kater zum Beispiel zeichnet sich durch sein offenes Wesen aus – und durch seine Gesprächigkeit am Morgen, wenn ich den ersten Kaffee noch nicht ganz ausgetrunken habe.

Die Farbe Red Solid wird man aus genetischen Gründen deutlich seltener bei Kätzinnen als bei Katern antreffen, da diese Farbe geschlechtsgebunden vererbt wird und an das X-Chromosom gekoppelt Ist. Erwünscht ist ein tief durchgefärbtes, warmes Rot mit so wenig Geisterzeichnung wie möglich. Nasenspiegel und Pfotenballen sind rosarot, die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold.

Tabby

Die Tabbyvarianten werden in vier Untergruppen eingeteilt: Mackerel, Classic, Ticked und Spotted.

Mackerel besteht aus Querstreifen, die vom Rücken zum Bauch hinunterlaufen, dem Tabby-M auf der Stirn, Ringen an Beinen und Schwanz sowie einem schwarzen oder dunkelroten Strich auf dem Rücken, dem sogenannten Aalstrich. Die Zeichnung ist immer dunkler als die Hauptfarbe und setzt einen schönen Kontrast. Bei einer Black-Tabby sind die Streifen schwarz, das restliche Fell kann in der Grundfarbe variieren von Grautönen bis hin zu einem warmen Braun (Brown-Tabby). Bei einer Red-Tabby sind die Streifen dunkelrot, Kinn und Bauch sind heller gefärbt.

Als fehlerhaft gilt es, wenn sich die Streifen berühren oder zu stark durchbrochen sind. Gleiches gilt für zu helle Streifen, die keinen guten Kontrast zur Restfarbe ergeben. Der Nasenspiegel ist ziegelrot und dunkel umrandet, die Pfotenballen einer Black-Tabby sind dunkelbraun bis schwarz, bei einer Red-Tabby rosa bis rot.

Bei beiden variiert die Augenfarbe zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold, und die Augen sind ebenfalls dunkel umrandet.

Classic-Tabby zeigt sich in einer sogenannten Schmetterlingszeichnung. An beiden Seiten der Katze sind kreisförmige Streifen zu sehen. Über den Rücken laufen drei Streifen, zwei Ringe laufen um den Hals, vier um den Schwanz. Der Schwanz endet in der Grundfarbe des Tieres. Auch hier ist das klassische Tabby-M auf der Stirn gut sichtbar vorhanden, ebenso sind die Streifen schwarz oder rot und sollen einen guten Kontrast zum restlichen Fell ergeben.

Ticked bedeutet, dass jedes einzelne getickte Haar gebändert ist. Das Haar sieht aus wie abwechselnd mit kleinen hellen und dunklen Ringen überzogen und endet in einer dunklen Spitze. Je mehr dieser Ringe sich auf einem Haar befinden, desto ausgeprägter ist das Ticking. An Körper und Beinen zeigt es sich intensiv, anders an den Innenseiten der Beine sowie am Bauch. Das Fell zeigt keinerlei Musterung.

Das Ticked-Gen wird auch Abessiner-Gen genannt, denn bis vor nicht allzu langer Zeit waren die Abessiner und ihre langhaarigen Abkömmlinge, die Somali, die einzigen Katzenrassen, die geticktes Fell hatten. Bei den Maine Coon soll es durch Spontanmutation Einzug gehalten haben. Ein Schelm, der sich bei dieser modebewussten spontanen Evolution auch noch etwas anderes denkt ^^

Verantwortlich für das Spotted-Tabby ist vermutlich ein einzelnes Gen, über das man allerdings noch nicht sehr viel weiß. Die Tupfen sollen nicht wie auf einer Kette aufgezogen wirken, sondern sich gleichmäßig über den Körper verteilen. Sie sollen rund und klar abgegrenzt sein und sich nicht berühren. Die Katze hat ebenfalls das klassische Tabby-M auf der Stirn sowie viele Ringe am Schwanz. Getupfte Katzenrassen sind zum Beispiel die Ägyptische Mau oder die Ocicat.

Silver und Smoke

Bei der Black-Silver-Tabby und der Red-Silver-Tabby sind die Haare ab der Haarwurzel silber gefärbt und ergeben zusammen mit der Tabby-Zeichnung sehr schöne Fellkontraste. Alle beschriebenen Tabby-Varianten sind möglich, und je größer der Silberanteil, desto heller wird die Katze sein.

Ist das Haar bis zur Hälfte silber, wird der Farbschlag als Silver bezeichnet. Auch die Smoke-Varianten zeichnen sich durch diesen Silberanteil aus, haben jedoch keine Zeichnung. So entstehen gerade bei Langhaarkatzen interessante, wie durch Rauch gefärbte Fellfarben. An den Körperstellen, an denen die Haare kürzer sind, erscheint auch die Farbe dunkler.

Ist das Haar nur noch zu 25 Prozent in der Grundfarbe pigmentiert, spricht man von silver-shaded. Ist womöglich nur noch die Haarspitze in der Grundfarbe vorhanden, nennt man diese Farben häufig Chinchilla. Die Katzen mit den Chinchilla-Farbschlägen können sogar der Eindruck einer weißen Katze entstehen lassen.

In den ersten Lebenswochen kann es bei Smoke Kätzchen zu Geisterzeichnungen kommen, vor allen Dingen zur sogenannten Waschbärmaske im Gesicht, die sich allerdings im Laufe der Zeit verliert.

Nasenspiegel, Pfotenballen sowie Augenfarbe orientieren sich immer an der Grundfarbe. Als Fehler wird eine starke Geisterzeichnung an erwachsenen Tieren betrachtet. Ebenso wie bei allen Schwarz-Silber-Varianten kann es zu Rufismus kommen.

Verdünnungen Blue und Creme

Die Farbe Blue ist genetisch verdünntesSchwarz. Die Haare sollen gleichmäßig durchgefärbt sein von der Wurzel bis zu Spitze. Je heller das Blau ist, desto besser. Nasenspiegel und Pfotenballen sind blau, die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold.

Früher brachte man die Farbe Blue hauptsächlich mit den Karthäusern in Verbindung, heutzutage ist sie jedoch fest bei den Maine Coon etabliert.

Die Farbe Creme ist genetisch verdünntes Rot. Auch hier ist die gleichmäßige Durchfärbung der Haare von der Wurzel bis zu Spitze erwünscht, und hellere Töne werden höher geschätzt. Auch bei Creme wird ebenso wie bei Rot eine leichte Geisterzeichnung vorhanden sein und toleriert. Erwünscht ist ein helles Beige mit so wenig Geisterzeichnung wie möglich. Nasenspiegel und Pfotenballen sind zartrosa, die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold.

Scheckung

Bei gescheckten Katzen muss das Schwarz oder das Rot wie beschrieben sein und darf keinerlei weiße Haare aufweisen. Im Gegenzug muss auch das Weiß frei von jeglichen farbigen Haaren sein.

Nasenspiegel und Pfotenballen können schwarz und/oder rosa sein. Auch beides ist möglich. Die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold. Der Weißanteil sollte maximal ein Drittel betragen.

Katzen mit einem höheren Weißanteil (circa 50 Prozent) nennt man Bicolour. Bei einem Weißanteil von mindestens 75 Prozent spricht man von Harlekin. Bei der Maine Coon trifft man diese Farbvariante allerdings relativ selten an.

Black-Tortie und Black-Torbie

Torties und Torbies sind immer schwarz UND rot – deshalb stimmt die Farbbezeichnung mit dem „Black" eigentlich nur zur Hälfte. Schildpatt-Varianten sind bis auf wenige Ausnahmen immer Kätzinnen. Kater in diesen Farben entstehen durch einen genetischen Fehler.

Der Begriff Torbie setzt sich aus den Worten Tortie und Tabby zusammen. Eine Torbie ist also immer eine Katze mit einer Tabbyzeichnung, während die Tortie (liebevoll auch „Törtchen" genannt) zeichnungsfrei ist.

Die Farbverteilung kann von klar abgegrenzten roten und schwarzen Flecken bis hin zu einem verwischten Farbenmeer reichen. Wie bei den beiden Urfarben gibt es auch hier alle Farbschläge in smoke/silver und mit oder ohne weiße Anteile sowie die Verdünnungen. Letztere sehen meist etwas gefälliger aus, da die Farben nicht so hart aufeinandertreffen wie bei den Vollfarben – aber das ist Geschmackssache. Eine Kombination aus Vollfarbe und Verdünnung gibt es allerdings nicht.

Torties mit klar abgegrenzten Farbflecken und einem Weißanteil nennt man auch Glückskatzen oder Calico.

Nasenspiegel und Pfotenballen können jeweils schwarz/blau und zartrosa/rosarot gescheckt sein. Bei den Tabbyvariante Torbie sind Nasenspiegel und Augen dunkler umrandet. Auf jeden Fall ist diese Fellfarbe sehr vielfältig – kaum eine Tortie- oder Torbie-Katze sieht aus wie die andere.

White

Dies ist wohl die am einfachsten zu beschreibende Farbe und doch die komplizierteste. Weiß ist keine Farbe im eigentlichen Sinn. Es maskiert wie ein Mantel die genetischen Farben, da es dominant über alle anderen Farbgene ist. Manche weißen Kitten werden mit dem sogenannten Genfleck geboren. Dieser farbige Fleck – meistens am Kopf – kann Aufschluss darüber geben, welche genetische Grundfarbe das Kätzchen trägt. Um den genauen Gencode zu entschlüsseln, wären allerdings ein genaues Studium der elterlichen Stammbäume sowie Testverpaarungen nötig. Der Genfleck verschwindet im Normalfall nach einigen Monaten.

Gewünscht wird ein sauberes Weiß ohne gelbliche Verfärbungen. Nasenspiegel und Pfotenballen sind rosarot. Die Augenfarbe variiert zwischen Gelb, Grün, Orange, Kupfer und Gold. Auch zwei unterschiedliche Augenfarben – eines blau, eines andersfarbig – sind hier möglich, das so genannte Odd-Eye. Eine weiße Katze mit zwei blauen Augen ist mit relativ großer Wahrscheinlichkeit taub. Eine Ausnahme hiervon macht die Foreign White, da ihre dunkelblauen Augen aus einer anderen genetischen Familie stammen.

Als fehlerhaft werden einzelne nicht-weiße Haare oder ein nicht verschwundener Genfleck angesehen.



Eine tolle Farbübersicht, zum Teil mit Fotos findet ihr hier --> Stubentiger



Anna &
www.shaggy-cats.de www.mein-coon.de www.tydie.de