Ty and his Shaggy Cats
 

Katzenkrankheiten



Die FeLV-Erkrankung auch Leukose genannt - ist eine unheilbare, schleichende Viruserkrankung, die durch einen Retrovirus ausgelöst wird, das so genannte feline Leukosevirus (FeLV). Die Übertragung kann durch Speichel, Tränenflüssigkeit und Kot erfolgen. Katzenbabies stecken sich bereits im Mutterleib an und kommen daher schon infiziert auf die Welt. Zusätzlich besteht Infektionsgefahr durch die Muttermilch. Auch dem Mensch kommt als Überträger der Infektion Bedeutung zu, der Aufenthalt in einer FeLV-verseuchten Wohnung und der Kontakt zu FeLV-positiven Tieren kann fatale Folgen haben! Katzen mit freiem Auslauf (Freigänger) oder Tiere, die in Gruppen mit häufigen Neuzugängen leben, sind besonders gefährdet. Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht auch, wenn Futter- o. Wassernäpfe und Katzentoiletten von mehreren Tieren gemeinsam benutzt werden. Leukose kann lange Zeit unentdeckt bleiben und äußert sich oft erst nach Jahren durch chronische Erkrankung und Tumorbildung. Gefährdet sind vor allem Zuchten und Tierheime, wo die Tiere auf relativ engem Raum gehalten werden. So genannte Leukose-positive Katzen tragen durch Ausscheiden der Viren zur Verbreitung bei, unter Umständen, ohne selber Anzeichen für Leukose zu zeigen. Hat die Katze ein gutes Immunsystem kann sie allerdings durchaus in der Lage sein, das Virus zu eliminieren.

Das FeLV ist als Retrovirus in der Umwelt nicht sehr beständig und wird durch alle Arten von Wasch- und Desinfektionsmitteln zerstört. Deshalb ist eine Übertragung auf Menschen unwahrscheinlich, allerdings gibt es dazu durchaus andere Meinungen.

Man unterscheidet drei FeLV-Typen: FeLV A, FeLV B und FeLV C.

Die Typen B und C treten grundsätzlich immer zusammen mit Typ A auf und sind alleine nicht infektiös!

Typ B und C können nur mit Hilfe des Typs A krankmachend wirken: in Anwesenheit von FeLV A verursacht der FeLV-Typ B die Tumorform der Erkrankung, der FeLV-Typ C die Blutarmut (Anämie).

6% der Katzen auf dem Land haben Kontakt mit dem Virus, während die Durchseuchung in der Stadt 75% beträgt, das heißt drei von vier Stadtkatzen haben mindestens einmal im Leben Kontakt mit dem FeLV!

Symptome:

Appetitmangel, Abmagern, Atembeschwerden, Durchfall, Fieber, geschwollene Lymphknoten, Veränderung des Blutes und bei einigen entwickeln sich auch durch das Virus verursachte bösartige Tumore. nicht heilende Wunden im Mund- und Nasenbereich auf. Zahnfleischbluten und anhaltender Schnupfen können ebenfalls Hinweise auf eine FeLV-Infektion sein.

Da das Virus die Abwehrkräfte des Organismus schwächt, treten häufig auch andere Infektionskrankheiten, wie z.B. Katzenschnupfen oder Katzenseuche in den Vordergrund. Sind die Tiere nicht nur Träger des Virus, sondern ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, sterben sie in der Regel innerhalb von 3 Jahren.

Das FeLV gilt als Wegbereiter für das FIP-Virus (FIP-Bauchwassersucht der Katze) und tritt oft gemeinsam mit der FIP-Infektion auf.

Krankheitsverlauf:

Oft erscheinen FeLV-infizierte Tiere äußerlich völlig gesund, die tödliche Krankheit ist auch durch den Fachmann nicht sofort erkennbar. Nach erfolgter Ansteckung kommt es zu verschiedene Verlaufsformen (Phase 1-4):

Die Katze macht eine vorübergehende Infektion durch, das Virus vermehrt sich im Lymphgewebe der Maulhöhle (orale Virusaufnahme!) und später im Knochenmark, wo große Mengen von FeLV produziert werden. Das Virus gelangt in der Folge in das Blut (Virämie) und wird mit allen Sekreten und Exkreten ausgeschieden. Gesunde Katzen können das FeLV infolge ausreichender Immunantwort in kurzer Zeit wieder abstoßen (bis zu 75% aller erstmals infizierten Katzen) Diese kurzfristige Infektion wird vom Besitzer meistens nicht bemerkt. Wenn das FeLV nicht abgestossen wird, kommt es zu transitorischer Virämie (Phase 2):

Die Anwesenheit des Virus im Blut bleibt bestehen (transitorische Virämie), die transient infizierte Tiere beherbergen das Virus bis zu 15 Wochen und länger im Blut und scheiden daher auch weiter Virus aus. Auch hier kann die Infektion jederzeit durch ein funktionierendes Immunsystem abgestoßen werden. Die meisten transient infizierten Tiere können die Infektion jedoch nicht beenden und es entwickeln sich die typischen Krankheitsbilder der Katzenleukämie (ca 10% aller erstinfizierten Katzen)! Sofern die Katze nicht an der Leukoseinfektion in der virämischen Phase stirbt kommt es zur latenten Infektion (Phase 3):

Die Katze bleibt latent infiziert, das Virus bleibt im Knochenmark und vermehrt sich nicht weiter. die Krankheit kann aber jederzeit aufgrund von Immunsuppression durch Stress (Trächtigkeit, Kortisontherapie, andere Erkrankungen) ausbrechen. Diese latent infizierten Tiere sind besonders schwer zu diagnostizieren, da der Bluttest negativ ist (das Virus ist nicht im Blut)! Bei Immunsuppresion geht diese Verlaufsform über in die nächste Stufe (Phase 4): Die Katze wird wieder virämisch (das FeLV ist wieder im Blut), ist Dauerausscheider und stirbt innerhalb der nächsten drei (manchmal fünf) Jahre.

(Quelle vetnet.de )

Vorbeugung:

Da es zur Zeit keine sinnvolle Therapieverfahren gibt, ist die Vorbeugung besonders wichtig. Vor der Impfung sollte durch einen Bluttest sichergestellt sein, dass die Katze nicht schon durch Leukoseviren infiziert ist. Akut erkrankte Tiere können durch eine Impfung nicht geschützt werden. Bekämpfung: Zur Ausrottung der FeLV-Infektion sind folgende Maßnahmen unbedingt erforderlich:

  • Alle Katzen (Jungkatzen ab einem Alter von 7-8 Wochen) sollen mittels Bluttest auf FeLV-Infektion ausgetestet werden.
  • Negative Tiere sind von positiven Tieren getrennt zu halten und möglichst umgehend zu impfen! .
  • Positive Tiere sind nach 12 Wochen nochmals auszutesten: sollten diese Tiere wieder positiv im Bluttest sein, gilt eine FeLV-Infektion als erwiesen.
  • Alle Katzen, die an Ausstellungen teilnehmen oder vorübergehend in Tierheime gegeben werden, müssen einen negativen Bluttest vorweisen können (mit anschließender regelmäßiger FeLV-Impfung), bei ungeimpften Tieren sollte der Bluttest nicht älter als 12 Wochen sein..
  • Zuchttiere müssen einen negativen Bluttest (und Impfung) haben..
  • FeLV-Impfungen ohne vorhergehendem negativem Bluttest sind abzulehnen!.
  • Bei Beständen oder Haushalten mit nachgewiesener FeLV-Infektion muss das Virus anschließend durch umfangreiche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen vernichtet werden. Es eignen sich dazu alle viruziden Desinfektionsmittel und Haushaltsreiniger, das Virus ist in der Umwelt nicht sehr beständig. .
  • (Quelle vetnet.de )

Anna &
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